KidsCamp aus der Sicht einer Rotaracterin in der Aufgabe als Springerin

In diesem Jahr fand bereits zum vierten Mal ein KidsCamp in unserem Distrikt 1940 statt. Das bedeutete auch für mich KidsCamp Nummer Vier. Und doch sollte es anders werden, denn zum ersten Mal war ich nicht als Zeltbetreuerin aktiv, sondern als Springerin. Während ein Zeltbetreuer als steter Ansprechpartner und Kontaktperson für die Kinder da ist, kümmert sich ein Springer um das drum herum. Dazu gehören Küchendienste, das Betreuen von Spielstationen, Aufräumen, Nachtwachen und viele Kleinigkeiten.

Ich hatte unter anderem eine Frühstücksschicht, in der ich 15 Liter Kakao und Rührei für 100 Personen vorbereitet habe. An einem anderen Tag habe ich Schokokuchen mit 16 Eiern und einem Kilo Schokolade gebacken. Die Größenordnung ist der gekocht wird, wird einem erst bewusst, wenn man die riesigen Töpfe und Verpackungseinheiten der Metro sieht. Und dennoch ist es unter Anleitung unseres Chefkochs Marius gelungen jeden Tag drei leckere Mahlzeiten zu zaubern, die alle satt gemacht haben. Und trotz anfänglichem meckern haben die Kinder auch bei Curry mit Reis eine zweite Portion geholt.

Als Springerin stand bei diesem KidsCamp für mich meine erste Nachtwache an. Jede Nacht gibt es drei Helfer, die die ganze Nacht wach bleiben und in Stühlen bei den Kinderzelten warten, um die Kinder zur Toilette zu begleiten oder bei möglichen Notfällen zu helfen. Die Vorstellung nicht zu schlafen, sondern stattdessen in der doch recht kalten Nacht zu sitzen hat mir zunächst etwas Angst gemacht. Im Endeffekt war es nur halb so schlimm! Zwar war es, trotz Temperaturen von über 30 Grad am Tag, Nachts ziemlich kalt, aber mit Tee und vielen Decken war es auszuhalten. Außerdem war es eine Gelegenheit sich mit den anderen beiden Nachtwachen lang und tiefgehend zu unterhalten. So ging irgendwann wieder die Sonne auf und um 7:15 weckten wir die Kinder, um anschließend selbst ins Bett zu gehen.

Aus der Perspektive der Springerin ist mir das erste Mal bewusst geworden, wie viele Kleinigkeiten im Hintergrund organisiert werden. SO müssen regelmäßig die Wasserkanister zum Trinken nachgefüllt werden, oder es muss zum nächsten Supermarkt gefahren werden, weil doch noch etwas fehlt. Von all diesen Dingen bekommt man als Zeltbetreuer wenig mit. Diese können das Camp ähnlich wie die Kinder angehen, ohne die Arbeiten im Hintergrund unbedingt mitzubekommen. Beide Aufgaben sind ganz dringend nötig und können nur im Zusammenspiel funktionieren. Ich muss zugeben, dass mir der enge Kontakt zu den Kindern, den ein Zeltbetreuer hat, als Springer gefehlt hat. Ich kenne aus diesem Jahr nur die Namen der Kinder, denen man regelmäßig hinterherrufen musste, da sie nicht hören wollten.

Welche Rolle ich im nächsten Jahr annehmen werde weiß ich noch nicht. Ganz fest steht nur, dass ich auf jeden Fall dabei sein werde!

 Text: Fee Käufer, Rotaract Club Greifswald

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