Rotary-Barcamp: Da spielt die Musik!

Zum dritten Mal hatte der Distrikt 1940 zu einer Un-Konferenz eingeladen, zum so genannten RotaryBarcamp 1940. Eine kurze Abfrage zu Beginn ergab: Rund die Hälfte der 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren schon zum dritten Mal dabei. Sie haben die unkonventionelle Form der selbstbestimmten Themenrunden, die jeder individuell vorschlagen und anleiten kann, schätzen und lieben gelernt.

Aber nicht nur die ausgesprochenen Barcamp-Fans machten mit Begeisterung mit. Auch diejenigen aus den Reihen der Rotarier, Rotaracter, Interacter, Rotexer, Inner Wheelerinnen oder Alumni, die das erste Mal dabei waren, schlugen spannende Themen vor, die ihnen unter den Nägel brannten oder sie interessierten. So dass nach einer Vorschlagsrunde von nicht einmal 15 Minuten 24 Sessions auf dem Session-Board angeschlagen waren.

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In den Gesprächsrunden fanden sich dann von 11 bis 17 Uhr jeweils fünf bis über 50 Interessierte zusammen, um sich je 45 Minuten über ein Thema auszutauschen. Die Größe der Teilnehmerrunde sagt dabei nichts über die Intensität des Austauschs und die Ergebnisse aus. Wobei auch das Duzen, das zu einem Barcamp dazugehört, maßgeblich zur lockeren und vertrauten Gesprächsatmosphäre beiträgt. Dies führt auch zum völlig ungezwungenen Umgang zwischen den Generationen, wo der Altersunterschied teilweise rund 60 Jahre betrug.

Besonders Neu-Rotarierinnen und -Rotarier konnten dem „Vollbad“ in rotarischen Themen viel abgewinnen. Auch zwei Interessentinnen an einer Rotary-Mitgliedschaft und nicht-rotarische Ehepartner nutzten das Barcamp, um mehr über das rotarische Leben und rotarisches Denken zu erfahren.

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Die Themen waren vielseitig: In einer Session wurde lebhaft und mit viel Tiefgang über den Umgang mit Kritik am Club im Club diskutiert, der Austausch über die kommende World Convention in Hamburg 2019 zog viele Interessenten an, Rotaract und Interact wurden diskutiert und erstmals stellte sich auch Rotex vor. Die Idee rotarischer Fellowships war ebenso Thema wie die Frage, wie Wochenberichte lesenswerter werden können. Es ging um Öffentlichkeitsarbeit und soziale Projekte und die Idee einer „Berliner Bücherbühne“ als Ort des Austausches und der Inspiration wurde vorgestellt. Der rotarische Jugendaustausch wurde diskutiert, RYLA und das KidsCamp vorgestellt und ganz konkret wurde geplant, wie man rotarische Events mit digitaler Unterstützung besser durchführen kann. Der neue Social-Media-Auftritt im Distrikt, der im letzten Barcamp initiiert wurde, wurde gleich in zwei Sessions thematisiert. Es ging aber auch um Online-Meetings, die Shelterbox oder darum, wie man spannende Vorträge auch in andere Clubs tragen kann. Zudem gab es ein Update zum Projekt des Rotary Community Gartens, das 2017 viele begeistert hatte. Er hat inzwischen Gestalt angenommen.

In altbewährter Form fand das Barcamp in einer BAR-Session mit Rotary-Weinen und Fingerfood seinen Abschluss. Doch dieses Mal passierte noch etwas völlig Ungeplantes. Der Musiksaal der Phorms Education-Schule, in der das Barcamp stattfand, füllte sich plötzlich mit Musik. Ein Schlagzeug hatte zum Drummen animiert, ein Rotarier aus Worpswede hatte zufällig seine Gitarre im Auto… Die Musik wurde zum Magnet und auf einmal groovte es bei einer spontanen Jam-Session, zu der jeder etwas beitragen konnte… an der Triangel, mit Bongos, Djembes, Rasseln oder Glocken. Eins ist nach diesem berührend-beglückenden Erlebnis sicher: Nächstes Mal werden wir schon vorab dazu einladen, Instrumente mitzubringen, um das Barcamp mit gemeinsamem Musizieren ausklingen zu lassen.

Auch die Protokollführung folgt gemäß der Barcamp-Idee demokratischen Gedanken. Jeder ist für die Dokumentation der Ergebnisse selbst verantwortlich. Nachdem in den vergangenen Jahren verschiedene Formen ausprobiert worden waren, wurde es dieses Mal mit einem offenen Dokument versucht, das online bestückt werden kann. Die Kreativität beim Protokollieren ist groß. Wer seine Session noch dokumentieren oder nachlesen möchte, was er verpasst hat, kann dies über diesen Link: tinyurl.com/protokollbc Die Themenfindungsrunde ist auch in einem Film dokumentiert. Nun heißt es, die Erlebnisse und Erkenntnisse, die Begeisterung aus dem Barcamp in die Clubs zu tragen und umzusetzen.

Wir sehen uns nächstes Jahr wieder! Dieser Satz nach einem gelungenen Rotary Barcamp ist die größte Motivation, weiter zu machen. Und viele haben sich vom dritten Rotary-Barcamp in Berlin mit diesem Satz verabschiedet. Dabei hat das Wiedersehen sogar schon ein Datum. Der Termin für das nächste RotaryBarcamp 1940 steht: Am Samstag, den 16. Februar 2019 öffnen wir wieder Freiräume für Ideen!

Auf den Social-Media-Kanälen des Distrikts fand und findet das Barcamp starken Niederschlag: Unter dem Hashtag #rotarybarcamp1940 wurde getwittert, auf facebook finden sich einige Posts, es werden noch einige folgen. Wie in den beiden vergangenen Jahren werden auf dem Youtube-Kanal die vielen Filme zu finden sein, die beim Barcamp gedreht wurden.

Ein paar Eindrücke aus Mails, die mich nach dem Barcamp erreichten:

„Es war erneut ein Tag voller spannender Diskussionen, der mir neue Standpunkte aufgezeigt und alte neu zu verstehen gelehrt hat.“

„Noch einmal bedanken wir uns für den super interessanten Samstag. Interessante Menschen, tolle Gespräche und erfrischende Jugendliche haben uns bereichert.“

„Das war wieder ein toller aufregender Rotarytag!!“

„Dir und Euch nochmals meinen Respekt vor euren Leistungen und die besten Glückwünsche für das gute Gelingen.“

“Ich habe das Barcamp sehr genossen. Intensive Diskussionen und herzliche Begegnungen – wunderbar!”

Fotos von Pauline Profittlich und Axel Kammann

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