Dank Rotary: Student in Uppsala!

Konstantin Skudler erhält von der Humboldt-Uni Berlin ein Deutschland-Stipendium. Dieses wird vom Rotary Club Berlin-Schloss Köpenick unterstützt. Jetzt ist Konstantin für 2 Semester im schwedischen Uppsala angekommen. Mit ungebremster Energie. So hatte er sich auch dem Club vorgestellt. Hier sein Bericht:
Seit gut fünf Wochen bin ich nun in Schweden und ich möchte hiermit die ersten Eindrücke meines Auslandsaufenthalts teilen.

Vom ersten Tag an wurden allen internationalen Studenten der “Uppsala Universitet” mit einem umfassenden Orientierungsangebot willkommen geheißen, sodass ich mich zu keiner Zeit fremd fühlte. Auch während der Vorlesungszeit engagieren sich hier viele Studenten ehrenamtlich dafür, dass sich die Neuankömmlinge wohlfühlen. So bin ich in eine der dreizehn
Studentenorganisationen, den sogenannten “nations”, eingetreten, wodurch ich unter anderem ein umfassendes Sportangebot, aber auch die Möglichkeit Klavier zu üben genieße. Zudem habe ich mit “Allmänna Sången” einen sehr guten Chor gefunden, in dem ich sowohl die schwedische Sprache als auch die schwedische Chormusik besser kennenlernen darf.
Mein erstes Probenwochenende liegt nun hinter mir und ich freue mich auf das erste Konzert: ” Ein deutsches Requiem” von Johannes Brahms. Am nächsten Wochenende werde ich zur Schwedischen Gedächtnismeisterschaft nach Göteborg fahren, im November steht die Europameisterschaft in Kopenhagen an.

Die Vorlesungszeit ist nun vier Wochen alt. Die Semester sind hier in Skandinavien in jeweils zwei Perioden eingeteilt, in denen man zwei oder drei Kurse belegt. Mein erster Kurs, “Physics Nobel Prizes”, soll den Teilnehmern ein breites Bild der aktuellen Forschung bieten, indem jeder einen Vortrag zu einem Physik-Nobelpreis hält. Ich konnte im Rahmen der Vorbereitung meines Vortrages mein festkörperphysikalisches Wissen erweitern und beschäftige mich mit dem zweidimensionalen Material Graphen, in den kommenden Wochen werde ich durch die Vorträge der anderen Studierenden neue Erkenntnisse in Teilchen- und Astrophysik gewinnen können. In meinem zweiten Kurs, “Chemical Binding und Structure Formation”, sitzen neben mir noch ein anderer Master-Student sowie acht PhD-Studenten, sodass das Level des Kurses sehr hoch ist. Aufgrund der Tatsache, dass ich meinen Vortrag im Nobelpreis-Kurs bereits gehalten habe, versuche ich, meine freie Zeit in diesen anspruchsvollen Kurs zu investieren, da er thematisch auch sehr nahe am Bereich liegt, in dem meine Bachelor-Arbeit anzusiedeln ist. Zusätzlich zu den fachlichen Kursen wird vom Institut für nordische Sprachen ein Schwedischkurs für internationale Studenten angeboten. Auch diese Möglichkeit nehme ich natürlich wahr.

Trotz des straffen Programms hatte ich aber auch schon mehrere
Gelegenheiten, das Land kennenzulernen. So besuchte ich in Falun sowohl die Austragungsstätte der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2015 als auch die sagenumworbene Kupfermine, die seinerzeit de größte in ganz Skandinavien war. Andere Ausflüge führten mich bereits in den Schärengarten vor Stockholm sowie an den zweitgrößten See des Landes, den Vättern. Ich hab die beste Reisezeit also gut genutzt, denn es ist schon kalt und Abends sehr früh dunkel. Hoffentlich kann ich mich im kommenden Frühling mit weiteren Reisen vom anstrengenden, pausenlosen Lehrbetrieb im Winter erholen. Auf dem Plan stehen auf jeden Fall noch Helsinki, Tallinn und Lappland.

So weit also meine bisherigen Erlebnisse aus dem Norden, ich kann aufkommende Fragen gerne per Mail beantworten.

Viele Grüße aus Uppsala,
Konstantin Skudler

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