Rotary Action Day – Ukrainische Flüchtlinge auf dem Elefantenhof

Der Rotary Club Parchim hat ukrainische Flüchtlinge auf den Elefantenhof nach Platschow eingeladen

Rund 100 Mädchen und Jungen inklusive ihrer Mütter verlebten einen Tag lang fröhliche Stunden. Diesen Tag werden die rund 100 Mädchen und Jungen aus Parchim und Umgebung in Erinnerung behalten. Für einige Stunden konnten sie ihre Sorgen und Probleme vergessen und sich nach Herzenslust austoben.

„Das war auch unser Ziel! Alle Kinder kommen aus der Ukraine und sind mit ihren Müttern aus den Kriegsgebieten der Regionen Kiew und Charkiw geflohen. Sie sollen hier mal einfach Kind sein und alles andere Mal abschalten“, sagte Anna Parsons, Rotary Club Parchim.  Gemeinsam mit Katrin Mulsow, ebenfalls Rotary Club Parchim, hatte sie die Organisation dieses Tages übernommen.

 

Die Kinder sind begeistert und halten das Erlebnis im Bild fest.

Anna Parsons und Katrin Mulsow sind Mitglieder im Rotary Club Parchim und haben im Rahmen des „Rotary Action Day“ aller Rotary Clubs nach weiteren Partnern gesucht und sie unter anderem bei der Familie Frankello in Platschow gefunden. „Klar, die Kinder sollen mal unsere Tiere hautnah kennenlernen und mit den Elefanten in der Manege auftreten“, sagte Sonni Frankello, während er seine afrikanischen Elefanten in das große Zelt begleitet.

Glückliche, aufgeregte Kinder sind der Lohn und Dank für die Organisatorinnen und Organisatoren.

Im Zelt hatten die Kinder Platz bereits genommen und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Augen strahlten angesichts der großen grauen Riesen und ließen sie alles andere für den Moment vergessen. Diese spürbaren Emotionen der Mädchen und Jungen sind der größte Dank für die Parchimer Rotarier und Rotarierinnen.

Einmal auf dem Rüssel durch die Manege getragen zu werden, ist ein besonderes Erlebnis.

 

Vom Elefanten beschenkt

Die Freude wurde noch größer, als plötzlich einige Namen von ukrainischen Kindern aufgerufen wurden. Zaghaft und etwas ungläubig betraten sie die Manege. Sonny Frankello nahm sie in Empfang und trotz der Sprachprobleme verständigte er sich mit den Kindern per Zeichensprache.

Natalia Jentzsch vom Ukrainisch-Deutschen Kulturzentrum in Schwerin war auch der Einladung der Rotarier und Rotarierinnen gefolgt und half mit Übersetzung aus, wo die Zeichensprache versagte. Und dann wurde es wahr, wovon die Kinder kaum zu träumen wagten. Sie wurden auf dem Rüssel des Elefanten durch die Manege getragen, begleitet vom Klatschen des Publikums.

Und dann kam der Höhepunkt. Die kleinen Akteure bekamen von den Elefanten ein kleines Geschenk überreicht. „Dieses hatten wir organisiert und Helfer sowie Sponsoren gefunden. Im Vorfeld hatten wir im Rotary Club Parchim rund 7000 Euro gesammelt und konnten so unter anderem ein kleines Taschengeld nach der Ankunft in Deutschland für die Flüchtlinge bereitstellen und den heutigen Tag finanzieren“, erläuterte der Präsident des Rotary Clubs Parchim, Hans Hopkes. Außerdem hatten die Rotarier fleißig Kuchen gebacken, den alle gemeinsam am Nachmittag verspeisten.

Neben den Elefanten gab es auch eine Show mit den Seelöwen Itchty und Scratchy. 

Neben den Elefanten gab es weitere Tiere und eine Show zu erleben. Für viel Spaß sorgten die beiden Seelöwen Itchty und Scratchy.

Deren spielerischen Kunststücke, beigebracht und präsentiert von Erwin Frankello, begeisterten alle und sorgten auch hier für den Spaß und pure Freude.

 

Einen weiteren Höhepunkt erlebten die Flüchtlingskinder auf dem Rücken der Elefanten. Auch diese Aktion hatten die Rotarier finanziert und so konnten alle, die sich trauten, eine Runde hoch auf dem Rücken der grauen Riesen zurücklegen.

                  

 

 

Viel zu schnell ging der Tag zu Ende. Mit vielen neuen Eindrücken traten alle die Rückreise in die Kreisstadt an. Großen Dank richteten die Rotarier und Rotarierinnen an den Elefantenhof, sowie an die Fahrschule Poschmann, die den Bus zur Verfügung stellte, und an die Firma Rumstich, die den Busfahrer stellte, sowie an die Familie Bliß.

Dolmetscherin Natalia Jentzsch dankte im Namen der Mütter für diesen Tag: „Alle waren begeistert und glücklich. Es war ein Ausflug in friedliche Zeiten und machte die schrecklichen Erlebnisse in der Heimat kurz vergessen.“

Text und Fotos: Michael-Günther Bölsche

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