Berlin und Hamburg gemeinsam für die Flutopfer an der Ahr

Eine club- und distriktübergreifende Solidaritäts-Aktion unter dem Motto „Den Flutopfern helfen – JETZT“ stellten die Rotary Clubs Berlin und Hamburg-Elbe für die Betroffenen im Distrikt 1810 in Windeseile auf die Beine. Kaum einer wird die Bilder und Berichte der schrecklichen Flut-Katastrophe an Rhein und Ahr und anderswo in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wohl je vergessen. Und kaum war das verheerende Ausmaß der Flut-Welle mit den mehr als 150 Todesopfern, den tausenden zerstörter Existenzen und den Milliarden Schäden unübersehbar, entwickelte sich auch eine Welle der Solidarität für die Flutopfer.

Wann, wenn nicht in einer solchen Situation, kann Rotary zeigen, was Rotary sein soll: Dienstleistungsbereitschaft im Alltag, Menschen zu helfen, denen ohne solche Hilfe mehr als nur Nebensächlichkeiten fehlen würden, Engagement entwickeln, um Solidarität zu zeigen…

Genau in diesem Sinne entwickelte sich auch im Rotary Club Berlin, durch die spontane Initiative von Rüdiger Lohmann und Johannes Neukirchen und einem kleinen Initiatorenkreis mit dem Präsidenten Jürgen Hußmann und den beiden Vorständen der Stiftung Rotary Club Berlin, Jürgen Allerkamp und Harald Hasselmann an der Spitze eine Solidaritäts-Aktion „Den Flutopfern helfen – JETZT“. Gemeinsam und quasi über Nacht legten die sechs Initiatoren mit einer gemeinsamen „Startspende“ von 3.000 Euro die Grundlage für einen Solidaritäts- und Spendenaufruf mit klarem Ziel: Zügig mindestens 10.000 Euro zusammenzubringen.

Betroffenheit, Initiative und spontane Spendenbereitschaft sind in solchen Situationen notwendige Voraussetzungen für rotarisches Engagement – dieses rotarische Engagement dann auch noch mit möglichst großer Hebel-Wirkung auszugestalten und weiter zu entwickeln kann dann zum wahren Brücken-Bauen werden…

Johannes Neukirchen, aktives Rotary Club Berlin Mitglied und in seinem „früheren“ rotarischen Leben selbst Governor des von der Flut-Katastrophe zentral betroffenen Distriktes 1810, nahm sofort Kontakt auf mit Governor Birgitta Radermacher (im „Hauptberuf“ Regierungspräsidentin in Düsseldorf) und sicherte ihr die Solidarität und Spendenunterstützung der Berliner Freundinnen und Freunde zu – und auch die Bereitstellung der gesammelten Spendengelder über ein RDG-Flutopfer-Spendenkonto des Distrikt 1810. Hilfreich unterstützt wurde diese Spendenabwicklung auch seitens der Stiftung Rotary Club Berlin, deren Vorstand Harald Hasselmann seinen alten rotarischen Freunden im Rotary Club Hamburg-Elbe unter der Führung von Präsident Eckard von Bodenhausen und mit kräftiger Mithilfe von Pastpräsident Matthias Last von der Solidaritäts-Aktion berichtete – und diese erfolgreich begeisterte, sich ihr anzuschließen. Über die schnell im Rotary Club Berlin zusammengekommen deutlich über 10.000 Euro kam so eine Spende der Hamburger Freunde von ebenfalls mindestens 10.000 Euro für den Distrikt 1810 hinzu. Und selbstverständlich sind die Spenden-Konten noch lange nicht geschlossen…

Ein Beispiel für rotarisches Brücken-Bauen – und das gleich vierfach: im wahrsten Sinne des Wortes, aber auch im Sinne der Brücke zwischen Rotary und seinem Grundgedanken und den von der Flut-Katastrophe betroffenen Menschen in der Krisenregion, eine Brücke zwischen dem Rotary Club Berlin und den Rotary Clubs im Distrikt 1810 und nicht zuletzt eine zwischen den Berliner und Hamburger Freunden.

Engagement macht’s möglich – und mit club-übergreifenden Solidaritäts-Aktionen erst recht. Gerade dann und dort, wo rotarische Dienstbereitschaft und Solidarität schnell wirksam unter Beweis gestellt werden soll, bewahrheitet sich die Relevanz des aktuellen Jahresmottos des Rotary-Weltpräsidenten Shekkar Metha: „Serve to change lives.

Text: Gerhard Jochum, Rotary Club Berlin
Fotos: Matthias von Wnuk-Lipinski, Rotary Club Köln-Ambassador

 

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