Diesmal vergisst mich der Weihnachtsmann nicht

Der Rotary Club Berlin-Brücke der Einheit hat eine wunderbare Tradition: Seit über 13 Jahren werden zu Weihnachten Kinder beschenkt, die übergangsweise aus ihren Familien in Pflegefamilien im Rahmen der NHW-Kinderschutzstelle untergebracht sind. Und das mit ganz individuell ausgewählten Geschenken. Und als süße Dreingabe gibt es vom Club selbst gebackene Plätzchen.

Bisher war es immer so: Damit nicht nur unnütze Geschenke wie das x-te Plüschtiere verteilt werden, fragt der Club im Vorfeld die Pflegeeltern oder direkt die älteren Kinder, was sie sich wünschen. Der Wunschzettel wird dann alljährlich von den „Weihnachtsengeln“ Freundin Susanne Sonnenfeld und Freund Manfred Meyer abgearbeitet und die Geschenke besorgt. Gespendet werden sie vom Club. Und dann gibt es bei der Kinderschutzstelle eine Weihnachtsfeier, auf der der Nikolaus die Geschenke verteilt. In der Regel begleitet von einigen Clubmitgliedern.

Corona wirbelt alles durcheinander

Doch dieses Jahr ist alles anders: Corona wirbelt alles durcheinander. Eine zentrale Weihnachtsfeier entfällt, die Geschenke werden in den Pflegefamilien an Weihnachten unter den Tannenbaum gelegt. Und zudem ist es dieses Jahr auch etwas schwieriger, genau die Geschenke zu besorgen, die gewünscht sind, da Lieferschwierigkeiten aus Fernost bestehen. “Aber auch das wird gelingen und viele glückliche Gesichter belohnen unser Engagement”, erklärt Winfried Ebert, der Präsident des Clubs. Dem traditionellen gemeinsamen Club-Plätzchenbacken schließt sich dann in der Regel auch ein gemeinsames Päckchenpacken an.

Das Beeindruckendste, was Manfred Meyer bisher bei einer Kinderschutz-Weihnachtsfeier erlebt hat, war, dass ein Junge gar nicht verstehen konnte, dass er auch ein Geschenk bekommen sollte, denn „normalerweise hat mich der Weihnachtsmann immer vergessen“.

Text und Fotos: Rotary Club Berlin-Brücke der Einheit

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