Stollenbacken kann helfen

Zwei Mal füllte sich in diesem Jahr die virtuelle Backstube des Rotary Clubs Eberswalde-Barnim. Und bei beiden Terminen war die Stimmung spitze. Mit dem Stollenbacken halfen die Teilnehmenden im Kampf gegen Polio. Und außerdem haben nun viele glückliche Stollenbäckerinnen und -bäcker aus ganz Deutschland  genug süßen Proviant für die Advents- und Weihnachtszeit.

Bäckermeister Björn Wiese vom ausrichtenden Club führte “alte Hasen”, die schon im vergangenen Jahr dabei waren und Blut geleckt hatten, sowie Stollen-Novizinnen und -Novizen charmant, geduldig und mit vielen wertvollen Informationen in die Kunst des Stollenbackens ein. Vor den meisten Kameras waren gleich mehrere Personen im Einsatz und auch Kinder begeisterten sich fürs Stollenbacken, kneteten eifrig mit und stellten viele kluge Fragen.

Brigitte Eberhardt vom Inner Wheel Club Berlin-Spree und Laura Blümmel vom  Rotary Club Berlin-Platz der Republik geben einen Einblick in ihre Backstube und bedauern es sehr, dass sie den Duft, der durch ihre Küche zog, nicht mit abbilden konnten:
Sabine Meinert, Online-Redakteurin vom Rotary Verlag, hatte am ersten Back-Abend teilgenommen und einen begeisterten Bericht über ihr Stollen-Erlebnis geschrieben, wo sie “den leckersten Stollen überhaupt” in der Zoom-Bäckerei gebacken hat.
In der Eberswalder Backstube waren mehrere Kameras eingerichtet. Sie zeigten das Geschehen aus vielen verschiedenen Perspektiven, sogar bis hinein in den Profi-Ofen. Und während der Gehzeiten der Hefe wurde an den Bildschirmen von Hamburg bis hinunter in die Oberpfalz und Franken und sogar bis nach Österreich munter geplaudert, mit diversen Getränken von Küche zu Küche zugeprostet, regionale Besonderheiten diskutiert, und  sich viel über die Aktivitäten in anderen Clubs und Distrikten ausgetauscht.
Online-Gäste in der Backstube bekamen tiefe Einblicke ins Bäckerhandwerk mit Ausflügen in Biolandwirtschaft und berufliche Herausforderungen. Das Ganze jeweils moderiert von Mitgliedern des Eberswalder Club.

2400 Euro Spontan-Spenden für EndPolioNow

Und:  Es wurde bei beiden Terminen eifrig für EndPolioNow gespendet.
Bereits mit dem Ticketkauf für den “Stollenbaukasten”, mit dem man die Zutaten und eine Rotary Bakery-Schürze per Post bekam, spendete man für die Ausrottung der Kinderlähmung und ein soziales Projekt des ausrichtenden Clubs. Dabei kamen 1500 Euro zusammen.
Am ersten Abend kam es zu einer spontanen zusätzlichen Spende, in der die Bäckerinnen und Bäcker zusammenlegten und 800 Euro gegen Polio überwiesen.
Ganz offensichtlich war das eine Steilvorlage für das zweite Backteam, das sich ins Zeug legte und die Summe verdoppelte: 1600 Euro an Spenden wurden zugesagt! Vermutlich waren sie inspiriert durch PolioLo, Lothar Weber, dem Polio-Beauftragte im Distrikt 1940, der die Teilnehmenden über Polio und seine Ideen, wie man den Kampf gegen Kinderlähmung unterstützen kann, informierte. Dem Club Eberswalde-Barnim dankte er ausdrücklich dafür, dass er jedes Jahr beachtliche 85 Euro pro Mitglied spendet.

Eine unglaublich verbindende Veranstaltung!

Das Fazit eines Back-Teilnehmers: “Yeah… Es war eine unglaublich verbindende Veranstaltung!”
Das zeigt auch die Antwort auf die Frage, die Lothar Weber den Mitbäckerinnen und -bäckern stellte. Er fragte sie, wie lange sie wohl meinten, würden er und der Club-Moderator des zweiten Abends, Christian Mehnert, sich kennen: seit dem
Kindergarten, aus der Schule, seit fünf Jahren oder gar nicht?
Seine Antwort: “Wir haben zwei Mal gemailt und einmal telefoniert und uns sofort verstanden. Rotary eben!”

Nächstes Mal geht es weiter! Weitersagen! Vorfreude ist die schönste Freude!

Text: Birgit Weichmann, Rotary Club Berlin-Gendarmenmarkt
Fotos: Brigitte Eberhardt, Inner Wheel Club Berlin-Spree und Birgit Weichmann, Rotary Club Berlin-Gendarmenmarkt

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